VW wollte 2001 mit einer großartigen und großräumigen Limousine glänzen und wählte ausgerechnet einen schlechten Wagenlenker („Erster Amokfahrer der Welt“) als Namenspatron: Phaeton. Als der Sohn des Sonnengottes Helios den Sonnenwagen lenken durfte, stellte er sich so ungeschickt an, daß Brandspuren die Erde verletzten und Göttervater Zeus zuletzt seinen Blitz gegen Phaeton schleudern mußte. Im Fluß Eridanus kühlte der brennende Leichnam, und die Tränen seiner Schwestern, der Heliaden, über den Tod des Vermessenen wurden zu Bernstein. Und Ovid schrieb in seinen „Metamorphosen“:
„Phaeton ruhet allhier, der des Vaters Wagen gelenket; / Zwar nicht ganz ihn behauptend, erlag er doch großem Bestreben.“
Während der „Berlinale 2006“, den bedeutenden Filmfestspielen, sah man auf Schritt und Tritt das Flaggschiff von VW mit dem Berliner Bären als Logo und dazu folgende übergroße Reklametafeln:

Vor der Neuen Nationalgalerie aber bot sich neulich dieses Bild eines „Phaeton“ von VW:

Wem galt der Anschlag? Einem Filmstern? Der ausgestellten „Melancholie“? Oder dem Konzern, der Arbeitsplätze abschaffen will? Aber vielleicht war es nur ein gewöhnlicher Vergaserbrand! Den löschenden Feuerwehrmännern ruft Ovid anfeuernd zu:
„Reiß aus den Flammen, / Was noch übrig dir ist, und sorge für Heil und Erhaltung.“


Autor: Peter Lipps
Kommentieren Februar 21st, 2006
Google Analytics scheint dem Ansturm nicht gewachsen zu sein
Seitdem der Kostenlose Webstatistik Service von Google zur Verfügung steht gab es immer wieder Problem bei Anmeldung und Aktualisierung. Es scheint, dass die Server hoffnungslos überlastet sind. Die Registrierung eines neuen Accounts und das Hinzufügen neuer Domains innerhalb eines bestehende Accounts ist vorerst nicht mehr möglich. Wir haben von Google zu diesem Thema folgende Mail erhalten:
Hello Google Analytics User,
This is a quick update to address some issues you may be seeing in your Google Analytics account and what we’re doing to respond.
First, due to extremely high demand, we’ve temporarily limited the number of new signups as we increase capacity. This allows us to focus on our primary objective–to provide a great user experience for our existing users.
Next, here is current information on the most common questions we’re receiving:
1. The ‘Check Status’ button is being reworked to check for properly installed tracking code. This should be fixed by the end of November.
2. The ‘+Add Profile’ link has been temporarily removed until we increase capacity. We’ll alert all current users when the feature is restored.
Nicht ganz, denn die Entwickler waren so nett, den Link nur auszukommentieren, so dass ein kurzer Blick in den Quellcode den Link wieder zu Tage fördert
3. While we increase capacity, you may see longer than normal delays in data showing up in your reports. All data continues to be collected and no data has been lost.
For additional help with your Google Analytics account, we encourage you to browse or search our online Help Center at http://www.google.com/support/analytics?hl=en.
Thanks for your patience as we improve Google Analytics and add resources to ensure a high-quality service.
Sincerely,
Autor: Jakob Lipps
Kommentieren November 26th, 2005
Bei einem großen Konzern wie Microsoft ist es nicht verwunderlich, dass man immer auf der Suche nach neuen Entwicklern ist. Dabei fischt man auch gerne mal in der Open Source Gemeinde. Dass dabei auch mal ein ungenießbarer Fisch ins Netz gehen kann, war abzusehen. Eric S. Raymond Mitbegründer der Open Source Initiative (OSI) ist so einer. Microsoft wollte ihn auf die Gehaltsliste setzen und schickte ihm folgende Mail.
Nach Eric S. Raymond Vorschlag vielleicht gleich noch Richard Stallman, Gründer des GNU-Projektes und Linus Torvalds, Gründer des freien Software-Projekts Linux zu fragen, kann einem Mike Walters CST Senior Recruiter für Microsoft nur leid tun.
Autor: Jakob Lipps
Kommentieren September 14th, 2005
Die ersten Studien zur Nachrichtenwert- Theorie gehen auf Walter Lippman aus dem Jahr 1922 zurück. Die Prominentesten Faktoren sind Nähe, Überraschung und Konflikt.
All dies kam gestern beim Nachrichten Sender CNN zusammen als der neuste Computerwurm, der entweder zur Familie der Zotob- oder der Rbot gehört, dass komplette Computernetwerk von CNN lahm legte. Auch andere Unternehmen wir UPS und DaimlerChrysler waren von der Attacke betroffen. Wo sonst hätte ein Wurm eine solche Öffentlichkeit bekommen wir bei CNN? Statt über aktuelle Nachrichten zu berichten wurde CNN selbst zu Nachricht und die Zuschauen waren live dabei, wie die Redakteure verzweifelt versuchten Ihre Rechner wieder zum Laufen zu bringen. CNN war schließlich gezwungen von Washington aus zu senden bis die Studios in New York und Atlanta wieder unter Kontrolle waren.
Der Wurm nutzt eine Lücke in Windows 2000, die aber durch das jüngste Security Update wieder geschlossen werden konnte.
Autor: Jakob Lipps
Kommentieren August 18th, 2005